FRETTCHENTHEORIE



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Allgemein Umgang Käfige Krankheiten und Pflege Was Frettchen gerne fressen


Allgemein

Wir möchten hier nur einen kurzen Einblick in die Welt der Frettchen geben, da es mittlerweile sehr gute Informationsmöglichkeiten im Internet gibt.
Frettchen sind durch Domestizierung des Iltis entstanden. Sie sind nur bedingt als Käfigtiere zu bezeichnen. Im Laufe der Entwicklung sind Frettchen zu Rudeltieren geworden. Es wird deshalb eine paarweise und somit artgerechte Gruppenhaltung empfohlen.


Bei guter Pflege und Haltung können Frettchen durchaus 8 bis 10 Jahre alt werden und ihrem Besitzer viel Freude bereiten. Vor der Anschaffung sind viele Dinge zu bedenken. Hier können Sie diese aus der Sicht eines Frettchens nachlesen.

Leider werden Frettchen, meist aus Unkenntnis, nicht artgerecht gehalten und können dadurch auch bissig werden. Wenn wir bissige Frettchen bekommen ist eine Vermittlung oftmals sehr schwierig und manchmal sogar nicht möglich. Für diese, sowie Alte und Kranke suchen wir noch nette Tierfreunde, die unsere Tätigkeit durch eine Patenschaft unterstützen möchten, da die Kosten vom Verein allein nicht tragbar sind. Wir freuen uns auch stets über nette Tierfreunde, die Mitglied in unserem Verein werden möchten und somit unsere Tätigkeit unterstützen möchten.
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Umgang

Frettchen sind sehr pflegeaufwendig. Sie sind Kobolde, die viel Blödsinn machen. z.B. Blumen ausbuddeln, Regale ausräumen und Schubladen öffnen. Sie stehlen gern alles was sie tragen können, das können auch recht schwere und große Sachen sein, Schuhe sind nur ein Beispiel.

Dafür erfreuen sie ihre Besitzer aber auch durch ihre lustigen Spiele miteinander. Gern beziehen sie auch ihren Menschen in das Spiel mit ein, dabei kann es schon einmal dazu kommen, dass sie etwas kräftiger zwicken. Für Frettchen ist es schwer zu unterscheiden, ob sie mit einem Artgenossen spielen, oder mit der Hand die ihnen Futter gibt. Aus diesen Gründen sind diese Tiere nur bedingt für Kinder geeignet, wenn nicht sogar völlig ungeeignet. Erwachsene können sich eher auf die Eigenarten der Tiere einstellen.

Sie werden bis zu 90% stubenrein, ein Unfall kann allerdings immer mal passieren. Man sollte stets ein bis mehrere Katzentoiletten im Käfig und im Freilauf aufstellen.

Der tägliche Freilauf, von mindestens zwei Stunden, ist wichtig für die körperliche Entwicklung und ein ausgeglichenes Wesen. Zudem entwickeln Frettchen einen festen Bezug zu ihrem Menschen und suchen seine Nähe, zum Kuscheln und Spielen. Sie lieben Röhren, durch welche sie sich gegenseitig jagen können, sie beschäftigen sich aber auch gern mit Katzen- oder Babyspielzeug. Viele Frettchen lieben es, an der Leine mit ihrem Menschen spazieren zu gehen, oder sich tragen zu lassen. Wenn ein Frettchen "muckert" ist seine Welt in Ordnung.

Schaut selbst, so fühlen sich die Kleinen wohl.


Das ist das Lieblingsspielzeug eines jeden Frettchens. Hierbei ist es egal, ob Sie Ihrem Liebling die oben gezeigten zusammensteckbaren Kunststoffrohre, Drainagerohre, Abluftschläuche oder Teppichkernrollen zur Verfügung stellen.

Frettchen entwickeln einen festen Bezug zu ihrem Menschen, wie man hier unschwer erkennen kann.

Diese Box, gefüllt mit Ü-Eiern, ist nicht nur super zum Spielen geeignet, sondern auch zum Kuscheln.
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Käfige
Ein Käfig sollte eine Mindestgröße von 3 m2 für zwei Frettchen und 0,8m2 für jedes weitere Frettchen haben. Die Höhe der einzelnen Etagen sollte 40 bis 60cm betragen.

Dieser Käfig wurde von Frank Schade geplant und errichtet. Der Käfig wurde so gut in den Wohnraum integriert,
dass man einen Teil nicht sehen kann. Die Schlafhäuser verstecken sich hinter dem Bücherregal.
Benötigen Sie Hilfe beim Bau eines frettchentauglichen Käfigs, so stehen Ihnen Frank Schade (Großraum Gummersbach) gerne mit Rat und Tat zur Seite.
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Krankheiten und Pflege

Wer sein Frettchen gut beobachtet, bekommt Krankheiten meist früh genug mit.

- Ist das Fell glänzend? - Sind die Augen klar? - Atmet das Tier klar und ohne Nebengeräusche? - Ist der Kot ein braunes Häufchen? (Grüner Kot ist gefährlich bis lebensbedrohlich)

Sie sollten jährlich die Impfung gegen Staupe und Tollwut bekommen. !!! Der Staupe-Impfstoff von "IDT" ist nun auch in 5er-Packs erhältlich !!! Tollwut sollte auch dann geimpft werden, wenn das Frettchen nicht nach draußen kommt.

Die Krallen müssen regelmäßig geschnitten werden, aber bitte nicht zu kurz. Ebenso müssen die Ohren regelmäßig gesäubert werden.

Frettchen zeigen eine Krankheit meistens nicht, sie laufen und fressen meist bis zum Umfallen. Deshalb ist der tägliche Kontakt sehr wichtig.

Fähen müssen unbedingt rechtzeitig kastriert werden (nicht sterilisiert, dann werden nämlich weiterhin Hormone produziert) weil sie sonst in die Dauerranz kommen und daran versterben können. Rüden sollten auch kastriert werden, schon allein wegen dem strengen Geruch der von ihnen während der Ranz ausgeht. Kastrierte Frettchen stinken nicht, sie bringen nur einen gewissen Eigengeruch mit, ähnlich wie bei Hund und Katze.
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Was Frettchen gerne fressen

Frettchen sind Fleischfresser und auf Grund ihres relativ kurzen Verdauungskanals auf einen sehr hohen Protein- und Fettanteil in der Nahrung angewiesen. Der Proteinbedarf eines Frettchens liegt bei 30 bis 40% . Die Proteinration sollte von hoher Qualität und leicht verdaulich sein. Der Bedarf an Fett liegt bei 18 bis 30%. Dies ist in fertigem Frettchen-Trockenfutter oder Katzenkinder-Futter meistens enthalten.

Bitte unbedingt darauf achten, dass die Frettchen keine salzigen, gewürzten oder mit Zucker gesüßte Lebensmittel bekommen. Alles was vom Tisch kommt, ist für Frettchen TABU !!!!!!!!! Auch wenn die Kleinen die Sachen noch so gern haben wollen. Bitte Vorsicht mit Brot, Frettchen lieben jede Sorte, sollen dieses aber nicht bekommen, da Salz enthalten ist. Salz kann zu Schäden an den Nieren führen.

Das fressen die meisten Frettchen gern:
  • Hühnerfleisch, -mägen, -herzen, und -leber, roh oder gekocht
  • Rinderfleisch und -herz, roh oder gekocht
  • Rotbarschfilet (Süßwasserfisch), gekocht
Schweinefleisch in egal welcher Form ist verboten !!!!!!

Katzenfutter aus der Dose wird sehr gern mit reichlich Soße genommen, am besten etwas warmes Wasser oder Katzenmilch zufügen. Dosenfutter für Katzenkinder ist meist auch gut geeignet. Hier bitte auf einen hohen Taurin- und Biotingehalt achten.

Obst, wie z.B. Melone, Apfel, Banane, ungeschwefelte Rosinen, oder Gemüse wie Gurken, Paprika, Möhren (in Babygläschen), mögen die Kleinen sehr gern und sollten der Vitamine wegen regelmäßig gegeben werden.

Zur Aufwertungen der täglichen Mahlzeiten sollte eine Messerspitze Bierhefe und Calcium (erhältlich in Zoofachhandel) dem Futter beigemengt werden. Ebenso sollte ab und zu Vitaminpaste (z.B. CALO-PET, erhältlich beim Tierarzt) oder spezielles Frettchen-Öl (FERRETONE), sowie ein Eigelb (Dotter) gegeben werden.
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